Rieger-Mühleisen Orgel, St. Johannis

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Disposition der Rieger-Mühleisen-Orgel
in St. Johannis Ansbach:

1962 Firma Rieger, Oberschwarzach
1991 erneuert durch
Werkstätte für Orgelbau Mühleisen GmbH, Leonberg

Hauptwerk / II. Manual
Quintadena 16’Prinzipal 8′
* Piffaro (Diskant) 8′
Rohrflöte 8′
Gemshorn 8′
Oktave 4′
Nachthorn 4′
Nasat 2 2/3′
Oktave 2′
Mixtur 1 1/3′, 6-8fach
* Sesquialtera 1 1/3′, 2-3fach
* Trompete sp. 16′
* Trompete sp.8′
Rückpositiv / I. Manual
Gedackt 8’Quintade 8′
Prinzipal 4′
Spillpfeife 4′
Oktave 2′
Waldflöte 2′
Quinte 1 1/3′
Sifflöte 1′
Sesquialtera 2 2/3′, 2fach
Scharff 1′ 4-6fach
* Dulcian 16′
* Cromorne 8′
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16’Subbass 16′
Oktave 8′
Gedackt 8′
Oktave 4′
Quintadena 4′
Nachthorn 2′
Mixtur 2 2/3′, 8fach
* Posaune 16′
* Trompete 8′
* Trompete 4′
Brustwerk / III. Manual (im Schweller)
Holzgedackt 8’* Prinzipal 4′
Rohrflöte 4′
Quinte 2 2/3′
Gemshorn 2′
Terz 1 3/5′
Oktave 1′
Scharff 2/3′, 3fach
* Trompette Harmonique 8′
* Regal 8′
Tremulant
Spielhilfen
Normalkoppeln, 6 Setzerkombinationen, Schleifladen, mechanische Spieltraktur, elektrische Registertraktur

 

Am 7. Oktober 1962 wurde mit einem Festgottesdienst mit Kreisdekan Flurschütz und einem nachmittäglichen Orgelkonzert mit dem Ansbacher Kammerorchester die neue Rieger-Orgel in der renovierten St. Johannis-Kirche durch KMD Otto Meyer eingeweiht. Auf dem Programm standen damals Werke von Bruhns, Pachelbel, Komma, Händel, Purcell, Haydn und natürlich Bach.

Der neuen Orgel gingen nicht weniger als 4 Orgeln voran, sie hatten ihren Aufstellungsort im 15. Jahrhundert auf einer Schwalbennestempore im Chorraum (Reste noch heute sichtbar oberhalb der Nordsakristei), im 16. Jahrhundert dann inmitten der Kirche im nördlichen Seitenschiff auf einer Empore oberhalb des Fürstenstandes und erst seit 1718 auf der Westempore unterhalb des großen Westfensters, was sich natürlich abträglich auf das Innenleben der Orgeln dort auswirkte. Genauere Angaben zu diesen Instrumenten sind in der Schrift „550 Jahre St. Johannis“, die in den Kirchen ausliegt, nachzulesen.

Durch den grundlegenden Innenumbau 1959 war es notwendig geworden, die große Steinmeyer-Orgel von 1937 abzutragen, sie wurde nach St. Joseph in Münster verkauft, wo sie noch heute umgebaut und in vielen Teilen erneuert ihren Dienst tut. Der Neubau brachte es 1962 mit sich, nun ein Instrument nach dem damaligen neobarocken Geschmack zu erstellen. Der Orgelbauer Josef von Glatter-Götz bediente sich hierzu eines wegweisenden Konzeptes mit drei Manualwerken geringer Tiefe und eines darüber gestellten Pedalwerkes bei mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur. Dieses Konzept lässt die Orgel auch heute noch allen Kriterien standhalten.

Notwendige Pflegearbeiten blieben natürlich nicht aus, so wurde 1980 eine erste Ausreinigung durchgeführt mit einer kleinen Registerumstellung im Rückpositiv. 1991 erfolgte die erste größere Sanierung.